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05.07.07, 11:47 Uhr


Dijana schrieb: - glaubt ihr, dass es eine Strafe geben wird, die nicht-ewig ist?


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Hallo,

Nein.

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ich habe gelesen, dass das Wort "ewig" auch mit Zeitalter (Äon) übersetzt werden kann.

Also könnte ich nachvollziehen, wenn jemand sagt, es wird eine Strafe für ein Zeitalter geben, die


nicht in alle Ewigkeit dauert. Was sagen die Befürworter dazu? Was sagen die Kritiker dazu?


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Marc antwortet:

Ich hab noch keinen Allversöhner getroffen der wirklich Griechisch konnte und sich auf das *äonisch* berufen hat denn das ist pure verfälschende Wortklauberei und hat nichts mit Übersetzung zu tun:

1. aion bzw. aionos heißt nämlich durchaus auch Ewigkeit. Es ist ein Zeitraum ohne Anfang und Ende. Besonders die Wortwahl "eis ton aiona" ist dieser Bedeutung eindeutig zugeordnet.

"Zeitalter" heißt aion in erster Linie dann, wenn es zusammen mit einem Demonstrativpronomen steht (houtos aion = dieses Zeitalter). Dann ist es richtig, es mit "diese Welt", "diese Weltzeit" oder ähnlichen Begriffen zu übersetzen. Auch wird es mit Zeitalter (v.a. "Welt") übersetzt, wenn zum Beispiel mit solchen Wörtern zusammensteht wie "Die Sorge des aions (=der Zeit) Mk. 4, 19". Dem gegenüber stellt die Bibel "ho aion mellon", das zukünftige Zeitalter. (Hebr. 6, 5 u.a.) bzw. das kommende Zeitalter.

Das Adjektiv "aionios" hingegen hat mit dem Wort "Zeitalter" nicht allzuviel zu tun. Es bedeutet in erster Linie etwas, was ohne Anfang und Ende, bes. aber ohne Ende ist. Das ist jedoch weniger ein temporaler Begriff, als vielmehr ein qualitativer

Und genau hier fängt die Wortklauberei an, die von den Vertretern der Allversöhnunglehre gemacht wird: Sie übersetzen das (Adjektiv) aionios mit "äonisch" (eine Deutsche Entsprechung gibt es eigentlich gar nicht) und meinen damit: zeitlich lang, aber letztlich doch begrenzt. Aber gerade das ist das Gegenteil dessen, was das Adjektiv aionios sagt Es geht nicht so sehr um Zeit, die man durchmessen könnte. Es geht mehr um den qualitativen Aspekt, der sich einer zeitlichen Einordnung weitgehend entzieht. Die Übersetzung "ewig" ist daher durchaus korrekt, da auch unser Sprachgebrauch des Wortes "ewig" nicht nur "zeitlos" meint, sondern auch das Gegenteil von "profan","weltlich" und "begrenzt".

2. Der Kontext in dem es im NT steht macht das auch deutlich:

LUT Matthew 25:46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Hier wird (wie an anderen Stellen) das *äonische* Leben und die *äonische* Strafe parallel gestellt. Das äonische Leben zeichnet sich aber gerade auch qualitativ dadurch aus, dass es unvergänglich ist. Es endet nie. Kein Tod wird es mehr beenden.

LUT Romans 2:7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben;

LUT John 10:28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

Es ist daher eindeutig, dass mit der äonischen Strafe auch eine unendliche Strafe gemeint ist!

Auch in der Offenbarung des Johannes ist es ähnlich:

LUT Revelation 1:17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Höll!

Hier und an anderen Stellen wird der Begriff "tous aionas ton aionon" verwendet und zwar für das unendliche Leben Jesu und das unvergängliche Leben, Wesen und die Regierung Gottes:

LUT Revelation 4:9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit,10 fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen:

LUT Revelation 10:6 und schwor bei dem, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und das Meer und was darin ist: Es soll hinfort keine Zeit mehr sein,

LUT Revelation 11:15 Und der siebente Engel blies seine Posaune; und es erhoben sich große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

LUT Revelation 15:7 Und eine der vier Gestalten gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

LUT Revelation 22:5 Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Und mit dem GLEICHEN Begriff wird auch die Zeitdauer der Strafe in der Hölle bezeichnet:

LUT Revelation 14:11 Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt.

LUT Revelation 20:10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kommentar: Der Kontext der Offenbarung zwingt dazu auch die Zeitdauer der Hölle als unendlich anzusehen. An keiner Stelle wird dort der Begriff "von Äon zu Äon" für einen begrenzten Zeitabschnitt verwendet; immer wird er auch den ewigen Gott angewendet genau wie für die UNENDLICHE Hölle!

3. Noch eine letzte Bibelstelle unterstreicht diese Lehre:

Mark 9:47 Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf's von dir! Es ist besser für dich, daß du
einäugig in das Reich Gottes gehst, als daß du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, 48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht.

Auch hier steht eindeutig, dass die Qualen nicht enden werden.

Die anderen Fragen erübrigen sich.